Ich habe das Messer das erste Mal beim Öffnen mehrerer Pakete hintereinander benutzt, also genau die Situation, in der man sonst schnell unkonzentriert wird und einmal zu tief schneidet. Wer einmal wie ich eine neu gekaufte Regenjacke beim Auspacken mit einem Cuttermesserschnitt ruiniert hat, weiß das zu schätzen. Das Messer wird angesetzt, entlang der Kante geführt, und die Klinge verschwindet dabei so weit im Gehäuse, dass sie den Karton schneidet, aber nicht sofort in den Inhalt kommt.
Beim Ziehen entlang der Naht bleibt die Führung an der Kante, man rutscht nicht weg. Der Schnitt wird gleichmäßig, ohne dass man Druck aufbauen muss, und man merkt schnell, dass man nicht „nachdenken“ muss, wie tief man gerade schneidet.
Ich habe dann die Schnitttiefe einmal verändert, um einen dickeren Karton zu öffnen. Der Unterschied ist spürbar, weil die Klinge etwas weiter greift, aber immer noch begrenzt bleibt. Man hat nicht dieses Gefühl, dass man plötzlich komplett durch alles hindurchschneidet.
Was sich im Alltag schnell zeigt: Die Handhaltung bleibt gleich, auch wenn man mehrere Kartons hintereinander öffnet. Man greift es, setzt an, zieht durch, legt es wieder weg, ohne die Bewegung jedes Mal neu zu justieren.
Die umsteckbare Führung ist dabei mehr als ein Detail. Ich habe sie einmal gedreht und konnte das Messer genauso mit der anderen Hand nutzen, ohne dass sich die Schnittführung verändert. Das fällt erst auf, wenn man es ausprobiert, dann wirkt es selbstverständlich.
Insgesamt hat man hier ein Messer, bei dem die Klinge geführt wird und nicht frei liegt, sodass Schnitte kontrolliert bleiben und der Inhalt geschont wird. Sehr hilfreich für alle, die regelmäßig Pakete öffnen oder Karton zuschneiden und dabei gleichmäßig und sicher arbeiten wollen.